|
Ostern am Rhein - so lässt sich unsere "Treffpunkt"-Freizeit auf den Punkt bringen. Ostern - genau gesagt eine Woche lang von Karsamstag bis zum folgenden Freitag waren wir gemeinsam unterwegs: 17 Erwachsene und fünf Kinder / Teens von 6 bis 16 Jahren. Wieder hatte es geklappt, dass alle Urlaub bekommen haben. Denn ohne diese jährliche Freizeitwoche würde uns sicher mittlerweile etwas fehlen.
Also da, wo der Rhein am schönsten ist. Für CVJM'er ist - neben der bekannten, auf einer Flussinsel erbauten "Pfalz" - Haus Elsenburg das heimliche Wahrzeichen von Kaub. Hoch über dem Ort am Hang gelegen, ist dieses Gästehaus des CVJM-Westbundes schon von weitem zu sehen. Dort hatten wir den vielleicht schönsten Gruppenraum unserer bisherigen Freizeiten: an die Kommandobrücke eines Schiffes erinnernd, bot die halbrunde Fensterfront einen fantastischen Ausblick hinunter ins Rheintal. Zu Füßen die Pfalz und oben, in Augenhöhe uns benachbart, die Burgruine Gutenfels. Reger Schiffs- und Zugverkehr war zu beobachten; man fühlte sich wie in eine riesige Modellbahnanlage versetzt. Ostern war für uns dieses Jahr nicht am 2. Feiertag vorbei, sondern war Thema auch unserer drei Bibelgesprächsrunden. Ostern - kaum zu glauben! Diese Worte könnten das Spannungsfeld zwischen Zweifeln und Staunen / Glauben ausdrücken, das die biblischen Osterberichte kennzeichnet. Angefangen bei den Frauen am leeren Grab über die zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus bis hin zum kritischen Thomas - manchmal fanden wir uns auch ein Stück weit selbst in diesen Personen. Der auferstandene Jesus geht auf die unterschiedlichen Menschen verschieden ein, holt jeden da ab, wo er steht. Erst die Begegnung mit ihm selbst führt zum Glauben und in die Nachfolge. Die Kinder gestalteten derweil ihre ganz persönliche Osterkerze. Ostersonntag besuchten wir zusammen den Gottesdienst in Kaub.
Unser "touristisches Programm" umfasste das Übersetzen mit der Fähre zur Pfalz (Burg Pfalzgrafenstein) mit Besichtigung, Boppard mit Sessellift zum "Vierseenblick" (der Rhein aus einer besonderen Perspektive), Burg Rheinfels bei St. Goar (wer wollte, konnte sich mit Taschenlampe in die nur 1 m hohen Minengänge begeben) und einen Tagesausflug nach Mainz. Außerdem besuchten wir das mittelalterliche Zisterzienserkloster Eberbach, in dem Teile der Romanverfilmung "Der Name der Rose" gedreht worden sind. Zum Abschluss machten wir eine Schiffsfahrt nach Rüdesheim. Die Sonne schien, und die Hänge des Rheintales zeigten zartes Frühlingsgrün und blühende Bäume.
Abends reichte unsere Bandbreite vom Tagesabschluss bei Kerzenlicht bis hin zur Playstation, die sich als eine Art multimediales Fitnessprogramm entpuppte. Unter Anleitung von Sabrina und Patrick wagten sich auch die Erwachsenen heran, und miteinander hatten wir viel Spaß. Zwischendurch gab es auf der Freizeit immer auch persönliche Freiräume, in denen man z.B. den Ausblick auf der Terasse sitzend genießen oder im Gespräch durch die nahen Weinberge gehen konnte.
Fazit: Auch diese Freizeit ging wieder viel zu schnell vorbei! Empfehlung an andere Freundeskreise: Fahrt auch mal zusammen weg! |